Maische-Gärung

Rotweine unterscheiden sich sehr klar im Geschmacksprofil durch ihre Ausbau-Art – dies entscheidet jeder Winzer oder Kellermeister – hinsichtlich seiner betriebsinternen Philosophie und seiner weinvermarktungs-technischen Vorgaben.

Bei der Vergärung der roten Sorten mit Beerenhaut – Frucht-Fleisch – und Trauben-Kernen – sprechen wir kellertechnisch von der Vergärung auf und mit der Maische.

Den Stoffwechsel der Hefe – biologisch gesehen ist die Hefe ein Pilz – bringt es mit sich, daß die Hefe sich nicht nur vermehrt – sondern, daß neben Wärme, Kohlensäure und vielen anderen weiteren Inhaltsstoffen des Weines auch – sehr prägend für uns Menschen – Alkohol entsteht.

Der Sinn der Maische-Gärung besteht darin, daß durch die gerade erwähnten Komponenten auch farbintensive – alkoholreiche und – sehr prägend für maischevergorene Rotweine – auch Gerbstoffe aus Beerenhaut und Kernen in den Wein gelangen.

Sie sind unverzichtbar für eine tolle Mundfülle und die enorme Lagerfähigkeit von sehr gut gemachten Rotweinen.

So können wir unkompliziert Wein-Geschichte in Flaschen lagern – und viele Jahre später genussvoll genießen.

Terroir

Was macht eigentlich einen Wein unverwechselbar – oder – sehr provokativ gefragt – wollen wir einen Wein, welcher für uns ein “Alleinstellungsmerkmal” darstellt überhaupt?

Aus dem französischen übersetzt bedeutet Terroir etwa “Herkunft ” oder “Gebiet” – das lateinische Wort “Terra” steht für unser Wort “Erde”.

Terroir soll also den einzigartigen Standort der Rebe mit seinen Trauben klar heraus stellen – nur hier – auf diesem Boden – in dieser Region – wächst diese Weintraube – die letztlich zu diesem einzigartigen Wein vergoren wird.

Boden – Rebstock – Makro- und Mikroklima – Temperaturen – Niederschläge – Sonnenscheinstunden – die Arbeit des Winzers in den Rebbergen und im Keller – mit all seinen Arbeitsschritten – prägen in der Gesamt-Summe diesen fundamentalen Werte-Begriff Terroir.

Terroir umfasst somit den speziellen Standort genauso, wie die Auswahl der Traubensorte – die Geländeart – und den kulturell-spezifischen Einfluss des Menschen.

Weinstein

Kleine, fein glitzernde Kristalle am Boden einer Weinflasche oder im Weinglas haben wir sicher alle schon gesehen.

Natürlich ist dies kein Zucker – dieser hätte sich ja schon aufgelöst – wie im Kaffee oder Tee.

Weinstein = Kalium-Hydrogen-Tartrat – ist eine Verbindung des Minerals Kalium – kommt in allen unseren Böden vor – und der Weinsäure – diese kommt aus den Trauben.

Bei höheren Kaliumgehalten kann dann dieser “Ausfällung-Effekt” in Erscheinung treten.

Falls sich wieder einmal Weinstein in der Flasche befindet – einfach kurz die Kristalle mit der Zunge testen – sie sind absolut geschmacksneutral und ein positives Erscheinungsbild für den genussvollen Weinliebhaber.

Weinkristalle am Korken (Kristalle und Korken eines 1979er Weißweines aus Österreich "St.Margarethener Auslese")
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